Die Macht des Schicksals – Neujahrskonzerte 2026

Mit seinen drei Neujahrskonzerten am vergangenen Wochenende (30.01.2026 – 01.02.2026) hat das Blasorchester Ismaning gemeinsam mit der Jugendblaskapelle Ismaning das musikalische Jahr 2026 eindrucksvoll eröffnet. In der Seidl-Mühle erlebten die Besucherinnen und Besucher ein ebenso abwechslungsreiches wie unterhaltsames Programm unter der Leitung des langjährigen Dirigenten Markus A. Walter, das klassische Blasmusik, Oper, Operette und Filmmusik gekonnt miteinander verband.

Den Auftakt bildete John Philip Sousas Marsch Across the Danube, ein Mix aus amerikanischem Militärmarsch und Wiener Walzerklängen.

Schwungvoll ging es weiter mit dem Ungarischen Tanz Nr. 6 von Johannes Brahms. Mit seinen synkopischen Rhythmen und dem Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen brachte das Werk die temperamentvolle Welt der ungarischen Volksmusik auf die Bühne.

Dramatisch wurde es mit dem Motto der diesjährigen Konzerte, der Ouvertüre zu Verdis La Forza del Destino. Die Musik ließ die tragische Geschichte von Liebe, Schicksal und Unausweichlichkeit lebendig werden, vom markanten „Schicksalsmotiv“ zu Beginn bis zur düsteren Grundstimmung des Werkes.

Einen starken Kontrast dazu bildete Donizettis Una furtiva lagrima, ein leiser Opernmoment, der nicht von großen Gesten, sondern von Hoffnung und vorsichtiger Freude erzählte und beim Publikum für besondere Aufmerksamkeit sorgte.

Beschwingt präsentierte sich anschließend das Operettenklänge-Potpourri von Hans Hartwig mit bekannten Melodien aus dem „Vogelhändler“, dem „Zigeunerbaron“, dem „Bettelstudent“ und weiteren Klassikern.

Nach der Pause übernahm die Jugendblaskapelle Ismaning die Bühne und begeisterte mit der Ouvertüre zu Rossinis L’italiana in Algeri. Besonders das berühmte Rossini-Crescendo, ein stetiger musikalischer Aufbau mit immer mehr Stimmen, sorgte für Spannung und zeigte eindrucksvoll das hohe musikalische Niveau des Nachwuchses.

Das „große Blasorchester“ übernahm anschließend mit dem Slawischen Tanz Nr. 8 von Antonín Dvořák, welcher den Musikerinnen und Musikern volle Konzentration abverlangte und mit Energie sowie mitreißender Lebensfreude überzeugte.

Mit dem Walzer Donausagen von Julius Fučík tauchte das Publikum in die Welt der Mythen und Legenden rund um die Donau ein, bevor der Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater den festlichen Schlusspunkt setzte. Dieser wurde begleitet vom rhythmischen Mitklatschen des tollen Publikums. Als Zugabe entführte das Orchester die Zuhörenden schließlich mit der Filmmusik aus Lawrence of Arabia in eine monumentale Klangwelt und gab zugleich einen Vorgeschmack auf das Sommerkonzert am 25. Juli 2026.

Ein besonders feierlicher Moment der Neujahrskonzerte war zudem die Ehrung von zehn langjährigen Vereinsmitgliedern mit den Ehrennadeln des Musikbunds von Ober- und Niederbayern e.V. für ihr langjähriges Engagement. Verliehen wurden vier bronzene Ehrennadeln für jeweils 10 Jahre Mitgliedschaft (Alexander Glasner, Lukas Foss, Antonia Linsmeier, Dr. Sören Merting) sowie einmal Bronze für 15 Jahre (Lucia Döring), dreimal die kupferne Ehrennadel für 20 Jahre (Brigitte Kienast, Dr. Simone Rothmiller, Manfred Strasser) und zweimal die silberne Ehrennadel für 25 Jahre (Sebastian Strasser) sowie für beeindruckende 30 Jahre (Philipp Rothmiller) aktive Zugehörigkeit. Diese Ehrungen unterstreichen eindrucksvoll Jahrzehnte langes Engagement, viel Spaß und Freude an der Musik und vor allem die Gemeinschaft. Wir danken Euch allen ganz herzlich, dass ihr uns bereits so lange treu seid und so viele Stunden Eurer Freizeit für uns als Verein aufwendet!

Wir bedanken uns zudem bei allen helfenden Händen, ohne die, diese Konzerte nicht möglich wären. Insbesondere bedanken wir uns bei Benz Haushaltswaren für die Ausgabe der Platzkarten, bei unseren Vorständen Laura Schneider und Dr. Sören Merting sowie bei Andreas Grenz und Jasmin Paparevic für die großartige technische Unterstützung. Ebenso bedanken wir uns bei Klaus Döring, Sebastian Strasser und Marlene Schröder für die Vorbereitung und den Ausschank der Getränke. Ganz besonders bedanke ich mich bei meinem Moderationspartner Manuel Strasser sowie unserem Meister der PowerPoint-Präsentationen Christof Tölken für die großartige Zusammenarbeit. Zudem ein weiterer ganz besonderer Dank an unseren Dirigenten Markus A. Walter, der bestimmt durch die intensive Probenarbeit ein paar graue Haare mehr dazugewonnen hat und uns dennoch immer zu Höchstleistungen motiviert und nie seinen Sinn für Humor verliert.

Und natürlich ein großes DANKESCHÖN an unser wunderbares Publikum! Wir freuen uns auf ein weiteres unvergessliches Jahr mit Ihnen!

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